Sekundarstufe I
In der Sekundarstufe I (Mittel- und Abschlussstufe) begleiten wir die Schüler*innen durch eine spannende Zeit des Umbruchs: Gemeinsam entdecken wir neue Stärken, lernen Verantwortung zu übernehmen und planen die eigene Zukunft.
Ende des Seitenheaders.
Die Sekundarstufe I gliedert sich bei uns in die Mittelstufe mit den Klassen M1 bis M3 (Klassenstufen 5 bis 7) und die Abschlussstufe mit den Klassen A1 bis A3 (Klassenstufen 8 bis 10).
In den Kernfächern Mathematik und Deutsch unterrichten wir jahrgangsübergreifend. Die einzelnen Klassen sind weiterhin heterogen zusammengesetzt: Schwerstbehinderte Schüler*innen werden in Klassen gemeinsam mit weniger stark beeinträchtigten, gleichaltrigen Schüler*innen gefördert. Auf ihre besonderen Förderbedürfnisse wird durch Differenzierungsmaßnahmen und spezielle Angebote eingegangen, zum Beispiel:
Entspannen und besondere Ansprache der Sinne: unter anderem durch Snoezelen in unserem Snoezelen-Raum oder über die Sinneswerkstatt, Traumstunde oder basale Aktionsgeschichten
"M-Sport“: Bewegungslandschaften in der Turnhalle, die speziell auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse von Kindern- und Jugendlichen mit komplexen Beeinträchtigungen zugeschnitten sind (zum Beispiel rollen, schaukeln, fühlen, ...)
mehrere spezielle Musikangebote
Förderangebote im Rahmen des Arbeitstages
motorische Föderung in Anlehnung an das MOVE-Konzept
Wenn die Kinder in die Mittelstufe kommen, verändert sich viel. Oft kommen neue Mitschüler*innen dazu, zum Beispiel von anderen Schulen. Deshalb nehmen wir uns am Anfang viel Zeit, damit alle als Team zusammenwachsen.
Die Pubertät ist für unsere Schüler*innen eine wichtige Phase. Wir unterstützen sie dabei
sich mit der eigenen Behinderung auseinanderzusetzen.
zu akzeptieren, was man kann und wo die eigenen Grenzen liegen.
Selbstvertrauen aufzubauen und mutig in die Zukunft zu blicken.
Wir besprechen Dinge, die für junge Menschen wichtig sind, um sich in der Welt zurechtzufinden:
Körper & Gefühle: In der Sexualerziehung sprechen wir offen über Liebe, den eigenen Körper und Grenzen.
Medien: Wir zeigen, wie man sicher und schlau mit dem Handy und dem Internet umgeht.
Sicher unterwegs: Wir üben weiter, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält.
Geschichte verstehen: Wir beschäftigen uns mit der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei arbeiten wir eng mit der Gedenkstätte "Villa Merländer“ zusammen.
Einmal in der Woche können die Schüler*innen selbst wählen, was sie machen möchten. Bei unserem AG-Nachmittag treffen sich alle Klassen der Mittelstufe. Es gibt tolle Angebote wie:
basteln und malen
backen
Spiele spielen oder gemeinsam Sport treiben
Wir unternehmen viel zusammen, damit die Gemeinschaft stark bleibt:
Wir feiern Sportfeste und frühstücken gemeinsam.
Am Ende des Schuljahres wandern wir in den Stadtwald oder grillen zusammen.
Musik verbindet: In unserem Musikprojekt proben wir jede Woche Lieder mit Gitarre und Klavier für unsere Schulfeste und Feiern.
Wenn die Zeit in der Mittelstufe endet, bereiten wir den Wechsel in die Abschlussstufe vor. Dort bekommen die Klassen dann meistens ein neues Lehrkräfte-Team.
Kontakt zur Stufenkoordinatorin
Die Schüler*innen-Vertretung der LVR-Gerd-Jansen-Schule kümmet sich um die Wünsche aller Schüler*innen und wählt die Schülersprecher*innen. Gemeinsam werden regelmäßige Aktionen organisiert:
Martinsdisco
Spendensammlungen
Anschaffungen für die Schule
Rosen am Valentinstag verteilen
Schokolade an Nikolaus verteilen
Wir treffen uns mindestens einmal im Monat. In der SV-Sitzung sprechen wir über aktuelle Themen und planen unsere Aktionen. Jeder darf etwas sagen, Wünsche äußern und Kritik formulieren
In der Abschlussstufe bereiten wir die Schüler*innen gezielt auf die Zeit nach der Schule vor. Wir möchten, dass sie so selbstständig wie möglich leben und gut mit anderen Menschen zurechtkommen.
Unser Unterricht dreht sich um vier wichtige Bereiche im Leben:
Gesellschaft: Wie gehe ich mit Ämtern um? Was bedeuten Freundschaft und Partnerschaft für mich?
Wohnen: Welche Wohnformen gibt es, die zu meinen individuellen Bedürfnissen passen?
Arbeit: Welche Berufe sind für mich geeignet (zum Beispiel in einer Werkstatt für Behinderte Menschen oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt).?
Freizeit: Wie gestalte ich meine freie Zeit sinnvoll?
Der Unterricht findet in dieser Zeit klassenintern, klassenübergreifend in Lerngruppen statt sowie auch jahrgangsübergreifend am sogenannten Arbeitstag und in Projekten.
In der Abschlussstufe beschäftigen wir uns auch gezielt mit dem Thema Wohnen: Wo und wie kann ich wohnen, wenn ich erwachsen bin? Wir helfen den Schüler*innen dabei, die passende Wohnform für sich zu entdecken.
Wir schauen uns gemeinsam an, welche Möglichkeiten es gibt.
Wir besuchen verschiedene Wohnheime und alternative Wohnprojekte direkt vor Ort.
Wir gehen in Geschäfte, besuchen Ämter oder lernen Selbsthilfe-Angebote kennen.
Wir üben alles, was man braucht, um später so selbstständig wie möglich zu leben.
Diese Entscheidung ist für die ganze Familie wichtig. Deshalb beziehen wir die Eltern und Erziehungsberechtigten eng mit ein. Auch sie haben die Möglichkeit, sich verschiedene Wohnformen anzusehen und sich beraten zu lassen.
Dabei schauen wir immer ganz genau auf die einzelnen Schüler*innen: Was brauchen sie? Was können sie schon gut? Wie sehen ihre persönlichen Pläne für die Zukunft aus?
Kontakt zur Stufenkoordinatorin
Manche Schüler*innen sind nach der letzten Klasse noch nicht 18 Jahre alt. Wenn sie weiterhin bei uns lernen möchten und noch keine andere Schule besuchen, bieten wir die Klasse A-Plus an.
Ein Jahr lang dient diese Klasse als Brücke zwischen der Schule und dem Leben als Erwachsene*r.
In der A-Plus-Klasse bereiten wir die Jugendlichen ganz gezielt auf das Arbeitsleben und ein möglichst eigenständiges Leben vor:
Arbeitsleben einüben: Wir vertiefen die Arbeit in Bereichen wie Hauswirtschaft, Werken oder Textil. So bereiten wir die Schüler*innen optimal auf die Werkstatt (WfbM) oder andere Berufe vor.
Wichtige Fähigkeiten: Wir trainieren Pünktlichkeit, Ausdauer und wie man gut mit Kolleg*innen zusammenarbeitet.
Echt und praxisnah: Wir gestalten den Schultag flexibler. Die Arbeitszeiten und Pausen fühlen sich mehr wie in einem echten Job an. Das hilft den Schüler*innen, sich an den späteren Arbeitsalltag zu gewöhnen.
Neben dem Thema Arbeit geht es auch darum, sich mit dem eigenen Leben zu beschäftigen:
Wie möchte ich außerhalb meines Elternhauses wohnen?
Was brauche ich, um mich im neuen Lebensabschnitt sicher zu fühlen?
In Betriebspraktika sammeln die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen direkt vor Ort.
Unser Ziel ist es, dass die jungen Erwachsenen die Schule gestärkt und selbstbewusst verlassen.